{"id":15541,"date":"2024-09-01T08:58:37","date_gmt":"2024-09-01T06:58:37","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?p=15541"},"modified":"2024-12-28T18:13:17","modified_gmt":"2024-12-28T17:13:17","slug":"zum-stand-der-vermoegens-und-immobilienreform-vir-in-unserer-pfarrei-aus-dem-kv-vom-01-09-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?p=15541","title":{"rendered":"Zum Stand der Verm\u00f6gens- und Immobilienreform (VIR) in unserer Pfarrei\u00a0aus dem KV vom 01.09.2024"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">\u201eWenn alles so bleiben soll, wie es ist, dann muss sich alles \u00e4ndern\u201c<br>&#8211; Giuseppe di Lampedusa<\/p>\n\n\n\n<p>Zehn Jahre Pfarrei Seliger Johannes Prassek feiern wir in diesem Jahr. Und der trockene Kommentar eines Gemeindemitglieds: Was soll ich da feiern? Wenn f\u00fcnf starke, lebendige Gemeinden sich in einer Pfarrei zusammenfinden, dann ist das nicht von heute auf morgen eine Einheit &#8211; auch nicht in den ersten zehn Jahren. Auch heute noch gleichen wir eher einer Inselgruppe als einem Kontinent. Und doch gibt es bereits viele Br\u00fccken zwischen den Inseln und wir sind uns sehr viel mehr unserer Mitgemeinden bewusst, als wir es fr\u00fcher waren. Wir haben ein gemeinsames Seelsorgeteam, eine gemeinsame Verwaltung und pfarrei\u00fcbergreifende Veranstaltungen, Initiativen und Gremien. Aber das Allerwichtigste ist: <strong>Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam.<\/strong> Und dabei gehen wir eher konservativ vor; wir m\u00f6chten &#8211; wo immer m\u00f6glich &#8211; am liebsten alles so belassen, wie es war, und vergessen dabei gern, dass vieles bereits ganz anders ist. Der n\u00fcchterne Blick auf die Fakten zeigt, dass wir keine vollen Kirchen mehr haben, dass wir nicht mehr gen\u00fcgend Priester haben, dass wir nicht mehr genug finanzielle Mittel haben, um all unseren Besitz zu erhalten, und dass so manches Ehrenamt in unserer Pfarrei so umfangreich ist, dass viele davor zur\u00fcckschrecken. Also doch nichts zu feiern?<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Schluss kommt man nur, wenn man vor lauter Angst, was man verlieren k\u00f6nnte, aus den Augen verliert, was es zu erhalten gilt. Konservativ &#8211; im besten Sinne &#8211; hei\u00dft, <strong>die Flamme zu erhalten und nicht die Asche zu h\u00fcten<\/strong>. Das kirchliche Leben an unseren Standorten zu bewahren und auszubauen und kein Geb\u00e4udemuseum zu werden, das langsam alles Leben erdr\u00fcckt. Daf\u00fcr gibt es letztendlich die <strong>Immobilienreform<\/strong>. Wir wollen feststellen, was uns wichtig ist, was notwendig ist, was \u00fcberdacht werden muss und wovon wir uns eventuell trennen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist keine leichte Aufgabe. Die Gruppe, die PIK, die daf\u00fcr eingesetzt wurde, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, hat sich ihre Aufgabe auch nicht leicht gemacht. Viele Szenarien wurden erdacht und durchgerechnet. Alles war dabei, vom R\u00fcckzug auf nur zwei Standorte bis hin zum vollst\u00e4ndigen Erhalt aller Bauwerke. Beide diese Extreme haben sich als nicht durchsetzbar erwiesen. Das eine, weil es keinen Sinn ergibt, lebendige Gemeinden zu schlie\u00dfen; das andere, weil es schlichtweg nicht mehr bezahlbar ist. Im Ergebnis wurden dem Kirchenvorstand <strong>zwei Szenarien<\/strong> vorgelegt, die beide eine weitgehende Erhaltung des Bestandes vorsehen. Diese Szenarien haben wir, der Kirchenvorstand, beschlossen und ver\u00f6ffentlicht. Sie finden Sie auf der Homepage der Pfarrei oder ausgedruckt bei Ihrem Gemeindeteam.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe der Geistlichen Unterscheidung (GGU) hat dann aus diesen beiden Szenarien eine Variante ausgew\u00e4hlt. Die GGU besteht aus Pfarreimitgliedern, die keinem der entscheidenden Gremien angeh\u00f6ren und dient als Kontrollinstanz. Die vom Kirchenvorstand beschlossenen Szenarien wurden gegen das Seelsorgekonzept unserer Pfarrei gepr\u00fcft, es wurde ein Konzept ausgesucht und dem Kirchenvorstand zur Entscheidung vorgelegt.&nbsp;Dieses Szenario wird nun vom Kirchenvorstand dem Bischof vorgelegt zur endg\u00fcltigen Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das beschlossene Szenario sieht den Erhalt aller f\u00fcnf Kirchen vor und vieler weiterer Geb\u00e4ude.<\/strong> (Eine Liste finden Sie auf der Homepage der Pfarrei bei den ver\u00f6ffentlichten Szenarien.) F\u00fcr alle Geb\u00e4ude, die nicht als prim\u00e4r eingestuft wurden, k\u00f6nnen keine Haushaltsmittel zum Erhalt bereitgestellt werden. F\u00fcr diese Geb\u00e4ude m\u00fcssen wir entscheiden, ob wir sie erhalten und weiter nutzen m\u00f6chten, und dann, wie und mit welchen Geldmitteln dies geschehen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Sekund\u00e4r bedeutet nicht Verkauf oder Abriss, auch wenn dies nat\u00fcrlich in letzter Konsequenz Optionen sind. Die Arbeit ist mit dem beschlossenen Modell nicht getan, sie f\u00e4ngt gerade erst an. Im vorgelegten Bericht der PIK sind <strong>viele Ideen und Vorschl\u00e4ge<\/strong> enthalten, wie bestimmte Standorte ver\u00e4ndert, entwickelt werden k\u00f6nnten. Diese und viele weitere Ideen und M\u00f6glichkeiten m\u00fcssen in Zukunft betrachtet werden, um Wege einer nachhaltigen Standortsicherung zu finden. Dies wird Aufgabe des Kirchenvorstands sein, der zusammen mit allen Betroffenen das weitere Vorgehen festzulegen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema wird uns also weiter begleiten, und es ist bei weitem nicht das einzige Thema, das zur Zeit wichtige Weichenstellung f\u00fcr die Zukunft unserer Pfarrei erfordert. Ab dem Herbst werden wir in unserer Pfarrei nur noch zwei Priester haben. Dies bedeutet <strong>eine v\u00f6llig neue Gottesdienstordnung<\/strong>. Um diese aufzustellen, hat der PPR einen Arbeitskreis gebildet, der sich dieser Aufgabe angenommen hat. Auch werden wir ab dem Herbst keinen Pfarrer mehr haben. Hier gilt es zu entscheiden, wie <strong>die neue Leitungsstruktur der Pfarrei <\/strong>aussehen wird. Jeweils zwei Personen aus dem Seelsorgeteam, dem Kirchenvorstand und dem Pfarrpastoralrat bilden hier eine Kontaktgruppe zum Erzbistum, um Leitungsmodelle zu entwickeln. Wir sind hier nicht die ersten. Der pastorale Raum Blankenese hat diesen Vorgang gerade abgeschlossen, und das Ergebnis ist im kirchlichen Amtsblatt ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele, viele Ver\u00e4nderungen in kurzer Zeit. Jede dieser Ver\u00e4nderungen bringt Gewohntes durcheinander und zwingt uns, Neues zu denken \u2013 und das ist gut so. Wenn wir im besten Sinne konservativ erhalten wollen, <strong>m\u00fcssen wir gemeinsam Zukunft gestalten und neue Wege gehen<\/strong>. Und wenn sich manch neuer Weg als Holzweg herausstellt, werden wir zusammen einen besseren finden. Dass wir die Kraft dazu haben, zeigt sich in den vielen Menschen, die mit gro\u00dfem Engagement und Sachverstand an all den Orten unserer Pfarrei und in unseren Gremien genau an diesen Zielen arbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Dr. Uwe Marheinecke,<br><em>stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstands<\/em><\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWenn alles so bleiben soll, wie es ist, dann muss sich alles \u00e4ndern\u201c&#8211; Giuseppe di Lampedusa Zehn Jahre Pfarrei Seliger Johannes Prassek feiern wir in diesem Jahr. Und der trockene Kommentar eines Gemeindemitglieds: Was soll ich da feiern? 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