{"id":14180,"date":"2024-03-11T18:18:11","date_gmt":"2024-03-11T17:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?p=14180"},"modified":"2024-08-20T03:22:56","modified_gmt":"2024-08-20T01:22:56","slug":"mitteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?p=14180","title":{"rendered":"Mitteilung von Pater Kiefer vom 11.03.2024"},"content":{"rendered":"\n<p>Christian Morgenstern hat einmal gesagt:\u201c Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zur\u00fccktreten, wie ein Maler von seinem Bild.\u201c. Ich habe das immer wieder getan, weil ich mit mir selbst kritisch und reflektiert umgehe.<br>Als ich hier nach Hamburg kam, sah es mit mir ganz rosig aus.<br>Inzwischen merke ich, wie mein Alter immer mehr seinen Tribut fordert.<br>So hat meine Kraft im letzten Jahr sp\u00fcrbar abgenommen.<br>Ich stelle immer mehr fest, dass ich mehr reagiere, als agiere.<br>Meine Souver\u00e4nit\u00e4t ist entschieden weniger geworden und ich reagiere oft zu gereizt.<br>Meine Gesundheit hat weiter gelitten.<br>Ich werde meiner Rolle als Pfarrer nicht mehr, in dem geforderten Umfang, gerecht und vieles mehr\u2026<br>Das alles hat mich bewogen mir sehr genau zu \u00fcberlegen, ob ich an dieser Stelle noch der Richtige bin. N\u00fcchtern betrachtet bin ich zu dem Ergebnis gekommen: ich kann der Pfarrei nicht mehr in dem Umfang dienen, wie ich das m\u00f6chte und m\u00fcsste.<br>Deshalb ist bei mir die Erkenntnis gewachsen, dass es besser ist zu gehen.<br>Mit meinem Provinzial und dem Bischof habe ich deshalb gekl\u00e4rt, dass ich mit dem 30.9.24 meinen Dienst als Pfarrer der Pfarrei Seliger Johannes Prassek beende, mich aus der Verantwortung zur\u00fcckziehe und Hamburg verlassen werde.<br>Dass mein Hiersein nur von kurzer Dauer war, war nicht abzusehen und auch so nicht geplant. Ich hatte vielmehr damit gerechnet, noch einige Zeit in ihrer Mitte zu verbringen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen<br>Jede Ver\u00e4nderung fordert heraus und kommt immer zur Unzeit, das wei\u00df ich.<br>Mancher wird mir auch vorwerfen, dass der Zeitpunkt meines Weggangs mehr als ung\u00fcnstig ist, denn es br\u00e4uchte, gerade jetzt, in der Umstrukturierungsphase, stabile Faktoren.<br>Und genau das kann ich kr\u00e4ftem\u00e4\u00dfig nicht mehr leisten. Deshalb ist es besser jetzt zu gehen, als zu sp\u00e4t. Ich m\u00f6chte der Pfarrei nicht schaden.<br>Ver\u00e4nderungen bergen auch Chancen, da k\u00f6nnen sich neue Formen, neue Vollz\u00fcge, ein neues Denken etc\u2026 entwickeln.<br>Ich hoffe, dass mein Weggang auch bewirkt, dass sie sich als Pfarrei neu auf den Weg machen und nach M\u00f6glichkeiten suchen sich weiter zu entwickeln, zu vernetzen und im Miteinander zu wachsen.<br>Ich jedenfalls schaue zur\u00fcck auf die kurze Zeit in Ihrer Mitte, bin dankbar f\u00fcr alles Wohlwollen und alles, woran ich wachsen konnte und bitte um Entschuldigung f\u00fcr alle Entt\u00e4uschungen, die ich ausgel\u00f6st oder zu verantworten habe.<\/p>\n\n\n\n<p>So gr\u00fc\u00dfe ich Sie,<br>P. R\u00fcdiger Kiefer SAC<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitgleich mit mir wird P. Paul seinen Dienst zum 30.9.24 beenden und nach Indien zur\u00fcckkehren<br>Wir danken ihm f\u00fcr all seinen Dienst in unserer Mitte, seine freundliche und zugewandte Art, die Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, mit denen er sich in Dienst nehmen lie\u00df, sein Engagement, nicht zuletzt sein Bem\u00fchen zu einer verst\u00e4ndlichen Sprache zu finden, sein segensreiches Wirken in unserer Pfarrei und sein umfangreiches Wirken im Verborgenen. Es war ein echtes Geschenk, ihn in unserer Mitte zu haben. Und mit den besten W\u00fcnschen entlassen wir ihn in seine Heimat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian Morgenstern hat einmal gesagt:\u201c Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zur\u00fccktreten, wie ein Maler von seinem Bild.\u201c. 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