{"id":7365,"date":"2020-07-20T17:27:11","date_gmt":"2020-07-20T15:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-prassek.de\/?page_id=7365"},"modified":"2025-03-24T05:54:16","modified_gmt":"2025-03-24T04:54:16","slug":"anno-1248-von-mahira","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?page_id=7365","title":{"rendered":"Anno 1248 von MaHiRa"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18pt; color: #999999;\"><strong>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>Anno 1248<\/strong><\/span><br><strong>Zur Geschichte:<\/strong><br><span style=\"color: #89856d\"><strong>1248<\/strong> wird Radolvestede erstmals als Pfarrei des Herrn Radolf (bis 1252) in einer Gr\u00fcndungsurkunde des Kirchspiels Trittau erw\u00e4hnt.Der Flecken erh\u00e4lt seinen Namen im s\u00e4chsischen Gaustamm <a style=\"color: #89856d\" href=\"#Stormarn\"><em>Stormarn<\/em><\/a>, diesseits des &#8218;<a style=\"color: #89856d\" href=\"#limes\"><em>l<\/em><\/a><em>imes Saxoniae<\/em>&#8218; gelegen, wohl schon im 8.\/9. Jahrhundert. 804 beginnt nach der Eroberung Nordelbiens durch Karl den Gr. die Christianisierung. 831 beschlie\u00dft Karls Sohn, Kaiser Ludwig (I.) der Fromme, die Errichtung der <em><a style=\"color: #89856d\" href=\"#Dioezese\">Di\u00f6zese<\/a> Hamburg<\/em>. Radolvestede besteht im s\u00e4chsischen Grenzgebiet auch im 11.\/ 12. Jahrhundert w\u00e4hrend der <a style=\"color: #89856d\" href=\"#Slawenmission\"><em>Slawenmission<\/em> <\/a>in Ostelbien fort. <a style=\"color: #89856d\" href=\"#Alt\"><em>Alt-Rahlstedt<\/em><\/a> wird als eines der ersten in Stormarn ein Kirchspiel. Als Pfarrer werden Werner (um 1330), Konrad (bis 1338\/39, zuvor in G\u00fctzow) und Dietrich von Wydenbrygge (um 1525) erw\u00e4hnt. W\u00e4hrend der Reformation verliert 1576 das Hamburger Domkapitel die letzten Anspr\u00fcche in dem Gebiet an den Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf (Amt Trittau). Damit erlischt hier auch das katholische Glaubensleben. &nbsp;<\/span><br><span style=\"color: #89856d\"><strong>Heute: <\/strong><\/span><br><span style=\"color: #89856d\">Unsere Pfarrei z\u00e4hlt auch nach der Neustrukturierung 2005 mit ca. 8000 Gl\u00e4ubigen zu den Gro\u00dfgemeinden in der Erzdi\u00f6zese Hamburg. Unser Erzbistum ist nach der Neugr\u00fcndung am 7.1.1995 das fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6sste in Deutschland. Es z\u00e4hlt mit Berlin zu den bev\u00f6lkerungsreichsten Bist\u00fcmern bei weniger als 400.000 Katholiken und umfasst Hamburg, Schleswig-Holstein und den Landesteil Mecklenburg.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18pt; color: #999999;\"><strong>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><a id=\"Stormarn\"><\/a><span style=\"color: #89856d;\">Stormarn: <\/span><\/em><\/strong><span style=\"color: #89856d;\">lateinisch sturmarii, im Gudrunslied erhalten als &#8222;daz land ze st\u00fcrmen&#8220; zwischen den Holsten im Westen und den slawischen Wenden im Osten.&nbsp;<\/span><br><span style=\"color: #89856d;\"><strong><em>&#8218;<a id=\"limes\" style=\"color: #89856d;\"><\/a>limes Saxoniae: <\/em><\/strong>Der limes Saxoniae (Sachsengrenzwall) wird von den Karolingern gegen die Wenden errichtet und reicht von der Elbe bis nahe Kiel. Bekannt ist bis heute die um 830 errichtete N\u00fctschauer Schanze zur Sicherung der damals einzigen Furt \u00fcber die Trave. Befestigungsspuren der N\u00fctschauer Schanze liegen nahe dem heutigen Benediktinerpriorat mit dem Herrenhaus des Grafen Heinrich Rantzau (als \u201acastrum Nutzkow&#8216; errichtet 1577).&nbsp;<\/span><br><span style=\"color: #89856d;\"><strong><em><a id=\"Dioezese\" style=\"color: #89856d;\"><\/a>Di\u00f6zese Hamburg: <\/em><\/strong>Erster Bischof von Hamburg wird der fr\u00e4nkische Benediktiner Ansgar (\u201aGottes Speer&#8216;), der 823 von Corbie in das Neukloster Corvey bei H\u00f6xter an der Weser entsandt worden war, um von Hamburg aus die Mission in Skandinavien zu betreiben (Apostel des Nordens). 834 veranlasst Papst Gregor IV. den Sohn Karls d. Gr., Kaiser Ludwig, Hamburg zum Erzbistum zu erheben. Die Hammaburg (ham: Wald) war erst 825 als karolingisches Kastell (ca. 130 x 130 m) mit einer kleinen Taufkirche gegen die D\u00e4nen und Wenden auf einer Geestlandzunge zwischen Elbe und Alster errichtet worden. 845 erobern die d\u00e4nischen Wikinger die Befestigung, Ansgar muss sich nach Bremen zur\u00fcckziehen. Hamburg wird mit Bremen zu einer Erzdi\u00f6zese mit Sitz an der Weser zusammengefa\u00dft. Ansgars Nachfolger wird 865 der Hl. Rimbert, sein fr\u00fcherer Sch\u00fcler, aus fr\u00e4nkischem Adel.. Ansgars Missionsreisen zu den D\u00e4nen und Schweden bleiben ohne grosse Christisanisierungserfolge.&nbsp;<\/span><br><span style=\"color: #89856d;\"><strong><em><a id=\"Slawenmission\" style=\"color: #89856d;\"><\/a>Slawenmission: <\/em><\/strong>Christianisierung unter den Wenden \u00f6stlich der Elbe. Das Martyrium erleidet dabei am 15.7.1066 mit anderen M\u00f6nchen und Laien der Hl. Answer. Answer (lat. Ansverus f\u00fcr ,\u201aGottes Wehrmann&#8216;) verk\u00fcndigt als Benediktinerabt des St. Georgs-Klosters in Ratzeburg den Glauben unter den Wenden. Beim Aufstand der heidnischen Stammesfraktion der Wenden gegen ihren christlichen F\u00fcrsten Gottschalk werden Answer und seine Mitbr\u00fcder als Glaubenszeugen zu Tode gesteinigt. Die Reliquien im Dom zu Ratzeburg werden als Folge der Reformation beseitigt. Das Ansveruskreuz (nordisches Radkreuz) am Ufer des Ratzeburger Sees erinnert bis heute an das Geschehen und ist Anfang Juni und im Oktober das Ziel von Bistumswallfahrten. 1106 wird Schwerin Bischofsitz in Mecklenburg, 1147 werden die Wenden endg\u00fcltig besiegt und christianisiert. Der Frieden an der Elbe f\u00fchrt zu einem Siedlungsausbau in Stormarn zu Beginn des 13. Jh.&nbsp;<\/span><br><span style=\"color: #89856d;\"><strong><em><a id=\"Alt\" style=\"color: #89856d;\"><\/a>Alt-Rahlstedt: <\/em><\/strong>Graf Adolf V. von Holstein-Segeberg verkauft 1288 dem Hamburger Domkapitel u.a. Eink\u00fcnfte aus Rahlstedt. 1296 verkauft die Adelsfamilie von Wesenberg u.a. den Zehnten Rahlstedts an das Kloster Harvestehude. 1342\/43 finden w\u00e4hrend einer Fehde zwischen Hamburger Rat und Domkapitel Pl\u00fcnderungen auch in Rahlstedt statt. W\u00e4hrend der mitteleurop\u00e4ischen Agrarkrise (Hunger und Pest) zwischen 1300 und 1450 sinkt in Stormarn die Bewohnerzahl um 75 %. W\u00fcstungen treten u.a in Stapelfeld ein. Die H\u00f6fezahl in Rahlstedt bleibt dagegen konstant, der Bestand des Kirchspiels und der Erhalt der Kirche bleiben so gesichert. Die heute ev.-lutherische Kirche in Alt-Rahlstedt ist auch darum in grossen Teilen bis heute urspr\u00fcnglich erhalten geblieben. Die Gerichtsbarkeit des Dorfs Neu-Rahlstedt wird 1457 dem Lauenburger Herzog Johann IV. verkauft. Neu-Rahlstedt bleibt bis 1571 Teil des Lauenburger Amtes Tremsb\u00fcttel. Alt-Rahlstedt verbleibt im holsteinischen Amt Trittau (1492).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anno 1248Zur Geschichte:1248 wird Radolvestede erstmals als Pfarrei des Herrn Radolf (bis 1252) in einer Gr\u00fcndungsurkunde des Kirchspiels Trittau erw\u00e4hnt.Der Flecken erh\u00e4lt seinen Namen im s\u00e4chsischen Gaustamm Stormarn, diesseits des &#8218;limes Saxoniae&#8218; gelegen, wohl schon im 8.\/9. 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