{"id":5016,"date":"2020-01-19T05:38:26","date_gmt":"2020-01-19T04:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-prassek.de\/?page_id=5016"},"modified":"2022-05-24T01:13:09","modified_gmt":"2022-05-23T23:13:09","slug":"schola-in-heilig-geist","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johannes-prassek.de\/?page_id=5016","title":{"rendered":"Schola in Heilig Geist"},"content":{"rendered":"<p>Wissen wir eigentlich, um welch besonderes Ph\u00e4nomen es sich bei unserer Schola handelt, die mittlerweile schon seit \u00fcber zwei Jahrzehnten ihren regelm\u00e4\u00dfigen Dienst im Farmsener Gottesdienst versieht? Es d\u00fcrfte in Hamburg nur wenige Gemeinden geben, die \u00fcber solch eine st\u00e4ndige Einrichtung verf\u00fcgen. Sind es doch meist die gr\u00f6\u00dferen, mit A- oder B- Kirchenmusikern ausgestatteten Kirchengemeinden, die sich zus\u00e4tzlich zu den zahlreichen anderen Gruppen und Vereinen noch den Luxus einer Schola leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge der Farmsener Schola gehen auf die fr\u00fchen 70er Jahre zur\u00fcck, als noch Pater Meyer der Gemeinde vorstand. Zun\u00e4chst ging es damals um die als notwendig erkannte Pflege des Gregorianischen Chorals, von dessen m\u00f6nchischer Tradition sich das heutige Scholasingen ja letztlich auch herleitet. Andererseits wurde in jenen Jahren zunehmend deutlich, dass mit einer Schola den Forderungen der liturgischen Erneuerung, wie diese vom II. Vatikanischen Konzil erhoben wurden, am besten Rechnung getragen werden konnte. Somit hielt &#8211; neben dem herk\u00f6mmlichen Singen von orgelbegleiteten Gemeindeliedern und der kunstvollen Liturgiegestaltung durch den Kirchenchor &#8211; ein wichtiges drittes Element im Farmsener Gottesdienst Einzug. Die Einrichtung einer Schola bot beispielsweise die M\u00f6glichkeit, neue Gemeindelieder effektiver einzuf\u00fchren und den Reichtum des deutschsprachigen psalmodischen Gesangs &#8211; meist im Wechselgesang mit der Gemeinde &#8211; den Gl\u00e4ubigen nahe zu bringen, was dann wiederum zur Folge hatte, dass die alte Form der Vespergottesdienste in Farmsen eine Wiederbelebung erfuhr und die Karwochenliturgie durch eine jetzt reichhaltigere musikalische Ausgestaltung tiefer mitgefeiert werden konnte. Mit solcherlei Aufgaben betraut, \u00fcbernahm die Schola \u00fcbrigens zum Teil auch die Funktion des Kantors, wie er von Rom damals nachdr\u00fccklich empfohlen wurde. Die Gemeinde war nunmehr in der Lage, noch aktiver, textbezogener und somit unmittelbarer am liturgischen Geschehen teilzuhaben. Das neue GOTTESLOB mit seinen zahlreichen Wechselges\u00e4ngen und Kehrversen bot hierf\u00fcr recht bald eine \u00fcppige Fundgrube.<\/p>\n<p>An Palmsonntag des Jahres 2003 ist es nun 15 Jahre her, seit ich die Leitung der Farmsener Schola \u00fcbernehmen durfte. Ich versuche seither, die Vielfalt des Repertoires, das einer Schola zur Verf\u00fcgung steht, m\u00f6glichst abwechslungsreich zu pr\u00e4sentieren, Altes mit Neuem zu verbinden, gelegentlich auch Liedgut aus der Jugendbewegung, soweit dies sinnvoll erscheint, zu ber\u00fccksichtigen, den Hamburger GOTTESLOB-Anhang allm\u00e4hlich f\u00fcr die Gemeinde zu erschlie\u00dfen und die lateinischen Ges\u00e4nge nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Wir verrichten diesen Dienst an der Gemeinde mit gro\u00dfer Ernsthaftigkeit, verantwortungsvoll und mit nicht nachlassendem Engagement. Immerhin belastet dieser s\u00e4ngerische Einsatz die Scholamitglieder mit j\u00e4hrlich \u00fcber 25 Proben von je 40-60 Minuten Dauer und in der Regel etwa 12-13 Gottesdiensteins\u00e4tzen pro Jahr. Unser Bestreben ist es, den einstimmigen Gesang &#8211; nicht wenige Fachleute meinen, es sei die schwierigste Art des gemeinsamen Musizierens &#8211; auf m\u00f6glichst hohem Niveau, mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Textverst\u00e4ndlichkeit und m\u00f6glichst fehlerfrei vorzutragen &#8211; zur Ehre Gottes, aus Respekt vor dem Wort Gottes, zu unserer eigenen Freude und, so hoffen wir, zur Freude, Unterst\u00fctzung und Anregung f\u00fcr die Gemeinde. Interessenten, die mitmachen wollen und \u00fcber die gesanglichen Voraussetzungen hierf\u00fcr verf\u00fcgen, sind jederzeit herzlich willkommen. Wie hei\u00dft es doch so richtig: Wer singt, betet doppelt.<\/p>\n<p>Hans-Ulrich Duffek, 2003<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen wir eigentlich, um welch besonderes Ph\u00e4nomen es sich bei unserer Schola handelt, die mittlerweile schon seit \u00fcber zwei Jahrzehnten ihren regelm\u00e4\u00dfigen Dienst im Farmsener Gottesdienst versieht? Es d\u00fcrfte in Hamburg nur wenige Gemeinden geben, die \u00fcber solch eine st\u00e4ndige Einrichtung verf\u00fcgen. 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